Was macht Mexiko so besonders, wenn es um die Entwicklung von Solar- bzw. PV-Projekten geht?

Bislang haben viele deutsche PV-Bauer fast ausschließlich europäische Länder im Blick. Dies ist mittel- und langfristig gesehen unklug, und zwar aus mehreren Gründen.

Zum einen ist die Einspeisevergütung in praktisch allen europäischen Ländern, so es denn überhaupt eine gab, in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt worden. Dies hat dazu geführt, dass PV-Anlagen mittlerweile direkt gegen andere Varianten der Stromerzeugung ankonkurrieren müssen, also über die Stromgestehungskosten. Vor allem unter dem Aspekt nach wie vor relativ teurer Batteriespeicher für PV-Anlagen, die man für deren direkte Vergleichbarkeit braucht, tut sich die PV hier nach wie vor schwer. Batteriespeicher sind zwar in den letzten Jahren deutlich billiger geworden und werden wohl auch noch ein Stück günstiger werden. Aber durch den absehbar hohen Bedarf an Batterien, gerade auch für die zunehmend politisch forcierte Elektromobilität, dürfte sich der Effekt für die Endverbraucher dennoch in Grenzen halten.

Ein weiterer Punkt, der es der PV in Europa nicht unbedingt leichter macht, sind die eher ungünstigen klimatischen und geografischen Verhältnisse zur Nutzung solarer Energie. So sind im Grunde nur die südeuropäischen Länder mehr oder weniger gut zur ganzjährigen Stromerzeugung aus PV geeignet. Sieht man sich die solaren Globalstrahlungswerte in Mexiko an, ist eine Energieausbeute durch PV im Bereich von mehr als dem doppelten derjenigen in Deutschland keineswegs vermessen.

Solare Globalstrahlung Mexiko

Dementsprechend sinken auch die Amortisationszeiten für Investitionen drastisch, trotz fehlender gesetzlich festgelegter Einspeisevergütung. Steuerliche Anreize durch hohe Abschreibungen in den ersten Jahren sowie das seit Jahren betriebene Net-Metering machen Energie aus erneuerbaren Quellen durchaus interessant und konkurrenzfähig.

Mexiko hat 2015 seinen Energiemerkt nochmals deutlich liberalisiert, unter anderem durch die Schaffung eines Stromgroßmarktes, eine zusätzliche Regulierungsbehörde zur Bevorzugung umweltfreundlicher Stromerzeugung in den Netzen und die Einführung von Zertifikaten sowie deren Handelbarkeit. Zudem wurden die Klimaschutzziele für die nächsten 10-15 Jahre ambitioniert definiert, so dass der Markt für Erneuerbare hervorragende Voraussetzungen in den nächsten Jahren haben wird.

Wenngleich Mexiko traditionell wirtschaftlich eng mit den USA verflochten ist, bieten sich neben den im Land bereits aktiven, vor allem spanischen, PV-Unternehmen gerade auch für deutsche Unternehmen interessante Chancen. Dies gilt besonders für diejenigen, die über viele Jahre Erfahrung in der Branche in Europa verfügen und auch größere Projekte beherrschen können.

 

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